AutoMod


AutoMod verfügt über eine modulare Programmstruktur. Zentraler Kern ist das sogenannte Prozessmodul (Process System). Dieses wird durch weitere Module ergänzt und damit für bestimmte Anwendungsbereiche erweitert. Dieser modularen Struktur folgt auch das Lizenzierungskonzept. Das AutoMod Grundpaket umfasst das Prozessmodul und zwei frei wählbare Module. Bei Bedarf können weitere Module hinzugefügt werden. Der Preis pro zusätzlichen Modul ist dabei einheitlich. Ab einer bestimmten Anzahl an Modulen greifen diverse Mengenrabatte. Folgende Module stehen zur Auswahl:

Animation

Materialflüsse und Bewegungen werden in AutoMod in 3D animiert. Bei der Modellentwicklung werden häufig erst einmal einfache grafische Elemente verwendet. Eine Maschine ist vielleicht erst einmal eine Box, ein Fördertechnikelement ein Rechteck mit eingezeichneter Förderrichtung. In einem zweiten Schritt können die Elemente durch graphisch hochwertige sogenannte Templates ersetzt werden. Diese müssen nicht für jedes Element definiert, sondern können für ganze Gruppen gewählt werden.

Während der Simulationsläufe kann die Animationsgeschwindigkeit frei gewählt werden. Um einen Lauf möglichst schnell durchlaufen zu lassen kann die Animation temporär oder auch dauerhaft deaktiviert werden. Das Simulationsmodell rechnet dann im Hintergrund mit maximaler Geschwindigkeit.

Modellierung

Im Regelfall werden AutoMod Simulationsmodelle maßstäblich in 3D aufgebaut. Der Import eines CAD Layouts hilft dabei die AutoMod Bausteine an der richtigen Stelle und mit den entsprechenden Dimensionen zu platzieren. Es kann aber auch ohne den Import eines CAD Layouts frei modelliert werden. In einem ersten Schritt entsteht damit ein Abbild des mechanischen Systems (Stahl und Eisen). Im nächsten Schritt werden die Prozesse schrittweise implementiert. Je nach Komplexität der Prozesse können dafür vorbereitete durch Parametrierung anzuwendende Funktionen genutzt werden. Für Fahrzeugsysteme existiert z. B. ein Listensystem in dem definiert wird wo ein Fahrzeug Paletten aufnehmen darf, wo seine Parkposition ist und wie es sich verhält, wenn es leer wird. Darüber wird auch gesteuert welches Fahrzeug welchen Fahrauftrag übernimmt. Individuellere Steuerregeln können über Scripte abgebildet werden. Die AutoMod spezifische Scriptsprache orientiert sich dabei an Basic und Pascal. Nach den Prozessen werden abschließend die Auswertungen angelegt. Die Möglichkeiten sind dabei sehr umfassend, im Regelfall lassen sich damit alle interessanten Kennzahlen erfassen.

AutoMod verfolgt generell einen prozess- und agentenorientierten Ansatz. Die beweglichen Elemente in einem System (Fördergüter) verfügen über eigene Intelligenz und Informationen und steuern sich damit durch das System.

Parametrierbarkeit

AutoMod Bausteine, wie z. B. Fahrzeuge, Regalbediengeräte, Fördertechnik verfügen über einen sehr umfangreichen Parametersatz. Damit lassen sich sehr einfach die gewünschten Leistungsparameter einstellen und das gewünschte Verhalten definieren. Die Verbindung der maßstäblichen/ geometrieorientierten Abbildung der Mechanik mit der äußerst detaillierten Parametrierung führt zu einer hohen Abbildungsgenauigkeit mit entsprechend genauen und belastbaren Ergebnissen.

Schnittstellen

AutoMod verfügt über zahlreiche Schnittstellen um vor bzw. während der Simulationsläufe Daten auszutauschen. Darunter sind z. B.

  • Dateischnittstelle (eignet sich z. B. für die Übergabe von Parametersätzen über eine CSV Datei)
  • ActiveX
  • ODBC (zur Kommunikation mit relationalen Datenbanken)
  • Direkte Excel Anbindung
  • TCP/IP (z. B. zur Kommunikation mit Materialflussrechnern)

Lizenzarten

Wahlweise kann AutoMod als Einzelplatzlizenz oder über einen Lizenzserver betrieben werden. Gesichert wird AutoMod jeweils über einen Dongle (Hardlock). Beim Betrieb eines Lizenzservers kann ein Modulpool aufgebaut werden, auf den alle Lizenzen Zugriff haben.

Betriebssysteme

AutoMod läuft auf allen gängigen Windows Betriebssystemen (XP – Windows 7).